Chronik

Anno 950 n. Chr. errichtete der Kaiser Otto der Erste, im Gebiet um Dreieich einen Wildbannforst. Der erste Kaiserliche Vogt, Eberhard von Hagen, mit seinen 36 Wildhütern, verwaltete hier den wild- und holzreichen Forst. Er hatte seinen Sitz im »Hain in der Dreieich«. Hier entstanden am Hengstbach mehrere Mühlen, unter anderem die Bergmühle, die zum ersten Male 1422 urkundlich erwähnt wird.

Im Dreißigjährigen Krieg brannte die Mühle ab. Sie wurde in den nachfolgenden Jahren wieder aufgebaut und in Erbpacht gegeben. Die Bergmühle, nachweislich der älteste Wohnsitz der Familie Holzmann (1675), war durch Einheirat an sie gekommen. Einer der Nachkommen war der 1805 geborene Philipp Holzmann, bekannt geworden durch seine Bahn-, Brücken- und Tunnelbauten. Er war der Gründer der heute weltbekannten Philipp Holzmann AG.

Seit damals sind über die Bergmühle gute und auch schlechte Zeiten hinweggezogen. Unter Wahrung der alten Bauelemente wurde sie 1969 in ein Stück Erinnerung an längst vergangene Zeiten umgebaut. So dient die »Alte Bergmühle« nach über 20 Generationen, die seit ihrem Ursprung vergangen sind, heute dem Gast, der sich inmitten von Tradition und gepflegter Gastlichkeit erfreuen soll. Und so hoffen wir, daß auch Sie sich wohl fühlen werden bei uns, um immer wieder erneut hier einzukehren.